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  Quinoa statt Koka
 

19.10.2018

Nach dem Tod Pablo Escobars vor fast einem Vierteljahrhundert wurde es zunehmend ruhiger um den kolumbianischen Drogenhandel. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Denn nach wie vor sind viele, vor allem ländliche Regionen Kolumbiens vom Anbau der Koka-Pflanze geprägt.



Eine dieser Regionen ist die Provinz Cauca im Südwesten Kolumbiens. Sie zählt zu den ärmsten Gegenden des Landes und ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Der Drogenanbau ist für viele Bauern von existenzieller Bedeutung. Der Anbau traditioneller Lebensmittel ist aufgrund der schlechten Infrastruktur und niedrigen Preise für sie schlichtweg nicht lukrativ. Dementsprechend stand die Region in den vergangenen Jahren immer wieder im Mittelpunkt bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen Staat, Guerilla-Gruppen und Paramilitärs.




Bild: Sarah Bertram



Um den Bauern zukünftig Perspektiven und Auswege aus dem Drogenhandel bieten zu können, wurde die Stiftung Prodesic ins Leben gerufen, die in Zusammenarbeit mit der Regionalregierung verschiedene Projekte unterstützt. Das zentrale Anliegen der Stiftung ist die Förderung des Quinoa-Anbaus, für den die Region ideale klimatische und geographische Voraussetzungen bietet. Quinoa wird ebenso wie Biokaffee einen großes Potenzial beigemessen, da es auf dem Weltmarkt deutlich höhere Preise erzielen kann als beispielsweise Mais, Bohnen oder Kartoffeln.


Lukas Melzer

 

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